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«Die marokkanische Diaspora in Deutschland und ihr Beitrag zur Entwicklung Marokkos Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit ...»

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Wirtschaft und Beschäftigung

Die marokkanische Diaspora in Deutschland

und ihr Beitrag zur Entwicklung Marokkos

Herausgeber:

Deutsche Gesellschaft für

Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH

Dag-Hammarskjöld-Weg 1-5

65760 Eschborn

T +49 6196 79-0

F +49 6196 79-1115

E info@gtz.de

I http://www.gtz.de

Abteilung:

Wirtschaft und Beschäftigung

Verantwortliche:

Dr. Irina Kausch

Andrea Riester

Autor:

Kirsten Schüttler Eschborn, August 2007

Haftungsausschluss:

Die hier dargestellten Ansichten und Meinungen stellen keine Meinungsäußerungen der GTZ dar. Die GTZ übernimmt daher keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen.

Vorwort Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) startete im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Mai 2006 das Sektorvorhaben „Migration und Entwicklung“ in der GTZ-Zentrale in Eschborn. Dieses Vorhaben hat die Entwicklung und Verbreitung von Konzepten und Instrumenten zum Umgang mit den entwicklungspolitischen Potenzialen und Risiken von Migration zum Ziel.

Das Beratungsvorhaben dient als Schnittstelle zwischen Forschung, Politik und Praxis; zu den zentralen Aufgaben gehören sowohl die fachliche Beratung des BMZ als auch die Verankerung des Ansatzes innerhalb der GTZ sowie anderen deutschen Durchführungsorganisationen. Darüber hinaus spielen der intensive Erfahrungsaustausch und die Kooperation mit europäischen Partnern eine wichtige Rolle.

Bei der Zusammenarbeit mit Diasporagemeinschaften in Deutschland, einem wichtigen Handlungsfeld des Vorhabens, geht es zunächst um eine bessere Kenntnis der bereits stattfindenden Aktivitäten der verschiedenen Migrantenorganisationen in ihren Herkunftsländern. Davon ausgehend sollen in einem zweiten Schritt mögliche Kooperationsansätze zur Formulierung und Umsetzung gemeinsamer Projekte in den Herkunftsländern identifiziert werden. Hierzu hat die GTZ 2006 die Studie „Ägyptische, afghanische und serbische Diasporagemeinden und ihre Beiträge zur Entwicklung ihrer Herkunftsländer“ publiziert.

Im Anschluss daran wurde die vorliegende Studie zur marokkanischen Diasporagemeinschaft zusammen mit zwei weiteren Studien zu senegalesischen und vietnamesischen Migrantengemeinschaften in Deutschland in Auftrag gegeben. Sie trägt zur Schließung einer Forschungslücke bei, da über das Engagement von Migranten in ihren Herkunftsländern bisher nur wenige Erkenntnisse vorliegen. Darüber hinaus dient sie als Grundlage für die Zusammenarbeit mit marokkanischen Migrantenvereinen im Rahmen eines Pilotförderprogramms der GTZ zur Ko-Finanzierung von Investitionen in die soziale Infrastruktur, das im Mai 2007 angelaufen ist.

Dr. Ir

–  –  –

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE MAROKKANISCHE DIASPORA WELTWEIT

2.1. Hauptaufenthaltsorte

2.2. Die Politik des marokkanischen Staates gegenüber seiner Diaspora

3. DIE MAROKKANISCHE DIASPORA IN DEUTSCHLAND

3.1. Ursachen und Formen der Migration aus Marokko nach Deutschland

3.2. Größe der marokkanischen Gemeinschaft und Aufenthaltsstatus ihrer Mitglieder........8

3.3. Sozialstruktur

3.4. Aufenthaltsorte

3.5. Herkunftsgebiete und Sprache

4. ORGANISATIONSFORMEN IN DEUTSCHLAND

4.1. Historische Entwicklung und Vereinsarten

4.2. Trennungslinien innerhalb der Diaspora

4.3. Organisationsgrad und Vernetzung zwischen den Vereinen

4.4. Die Erfahrungen mit staatlicher Unterstützung

5. AKTIVITÄTEN IN BEZUG AUF MAROKKO

5.1. Die Verbindung zu Marokko

5.2. Gemeinnütziges Engagement

5.3. Ökonomische Aktivitäten

5.3.1. Remittances

5.3.2. Investitionen im unternehmerischen Bereich und Außenhandel

5.4. Aktivitäten in Politik, Wissenschaft und Kultur

6. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR DIE DEUTSCHE

ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

ANHANG

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1. Einleitung Migration wurde lange vornehmlich mit Blick auf die Aufnahmeländer diskutiert. Hinsichtlich der Folgen für die Herkunftsländer der Migrantinnen und Migranten 1 überwog seit den 1970ern in der Entwicklungspolitik und -forschung eine negative Sichtweise unter dem Aspekt des Brain Drain, dem Verlust personeller Ressourcen. 2 Seit einigen Jahren werden dagegen verstärkt auch die Chancen der Migration betont. Insbesondere die transnationalen Aktivitäten der Diasporagemeinschaften gelten dabei als Potential für die Entwicklung der Herkunftsländer. Diese beschränken sich nicht nur auf die Remittances, die Rücküberweisungen der Migranten an ihre Familien, sondern umfassen auch gemeinnütziges Engagement, Investitionen und Know-how-Transfer.

Dabei stellt sich jedoch die Frage, inwieweit und auf welche Art dieses Engagement auf der wirtschaftlichen, sozialen, politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Ebene in den einzelnen Migrantengemeinschaften tatsächlich stattfindet. Was begünstigt, was blockiert ein solches Engagement? Inwieweit kann dies von außen unterstützt werden?





Im vorliegenden Hintergrundpapier sollen diese Fragen bezogen auf die marokkanische Gemeinschaft in Deutschland untersucht werden. 3 Dazu wurde die bestehende Literatur ausgewertet. Peter Waltner hat Ende der 1980er Jahre seine Dissertation zu Migration und soziokulturellem Wandel in der Provinz Nador geschrieben [Waltner 1988]. Mohamed Berriane, Herbert Popp, Hans Hopfinger, Andreas Kagermeier und Abdellatif Bencherifa untersuchten in den 1990er Jahren die Auswirkungen der Arbeitsmigration auf den Großraum Nador, woher ein bedeutender Teil der marokkanischen Migranten in Deutschland kommt. 4 Es konnte darüber hinaus auf einige Arbeiten zur marokkanischen Gemeinschaft zurückgegriffen werden, die sich mit deren Situation im Aufnahmeland beschäftigen [z.B.

Berriane 2003a; Mehlem 1998]. Daneben bietet eine Reihe von Texten zu den Auslandsmarokkanern allgemein auch Informationen bezüglich der Marokkaner in Deutschland [z.B. de Haas/Plug 2006].

Insgesamt gibt es zu den Aktivitäten der marokkanischen Gemeinschaft in Bezug auf Marokko jedoch bisher nur wenig, insbesondere kaum neuere Literatur. Deshalb wurden zusätzlich zur Auswertung der wissenschaftlichen Studien und verschiedener Dokumente sowie der Anforderung von Statistiken (unter anderem der marokkanischen Konsulate, des Statistischen Bundesamts, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit) über 30 qualitative semistrukturierte Leitfadeninterviews in Deutschland (Oktober-Dezember 2006) und Marokko (Januar-Februar 2007) durchgeführt.

Zur Orientierung diente dabei der Fragebogen einer Studie zu drei anderen Diasporagemeinschaften in Deutschland [Baraulina u.a. 2006]. Mithilfe einer Aus Gründen der Vereinfachung wird im Folgenden von Migranten bzw. Marokkanern gesprochen, wo Migrantinnen und Migranten bzw. Marokkanerinnen und Marokkaner gemeint sind.

Zu einem kurzen Überblick über die sich verändernden Sichtweisen auf Migration aus entwicklungspolitischem Blickwinkel vgl. de Haas 2006: 9-13.

Der Begriff der marokkanischen „Gemeinschaft“ oder „Diaspora“ wird hier verwendet, ohne jedoch eine homogene gemeinsame Ausrichtung am Herkunftsland oder einen engen Zusammenhalt von vornherein unterstellen zu wollen.

Die Forschung wurde unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) im Rahmen ihres Programms „Forschungskooperation mit Entwicklungsländern“ finanziell unterstützt.

1. Einleitung Internetrecherche sowie des Schneeballverfahrens wurden die wichtigsten Gesprächspartner in Deutschland ermittelt, indes wird keine Repräsentativität beansprucht. Da der Schwerpunkt der Interviews auf dem gemeinnützigen Engagement lag, wurden vor allem Vertreter von Vereinen befragt. Hierbei handelt es sich mehrheitlich um nicht-religiöse Vereine, die von der ersten und zweiten Generation der Marokkaner in Deutschland geprägt sind. In den beiden Hauptaufenthaltsorten der marokkanischen Gemeinschaft, Frankfurt am Main und Düsseldorf, wurden die Interviews persönlich durchgeführt, in den anderen Fällen telefonisch. In Marokko (Rabat, Casablanca, Tanger, Provinzen Nador, Oujda und Berkane) wurden die Ergebnisse vor Ort überprüft und persönliche Gespräche mit Vertretern staatlicher Institutionen, deutscher Einrichtungen, Forschern und Nichtregierungsorganisationen geführt.

Im Folgenden wird zunächst kurz auf die marokkanische Gemeinschaft weltweit eingegangen, um die Bedeutung der Diaspora in Deutschland und die Politik des marokkanischen Staates ihr gegenüber einzuschätzen. 5 Anschließend werden insbesondere die Zusammensetzung und geographische Verteilung der Diaspora in Deutschland analysiert, da davon auszugehen ist, dass diese Faktoren Grad und Art des transnationalen Engagements beeinflussen. Im darauffolgenden Kapitel werden die Organisationsformen der marokkanischen Gemeinschaft beschrieben, wobei die Vereine im Mittelpunkt stehen, und ihre Erfahrungen mit staatlicher Unterstützung genauer betrachtet. Im Anschluss daran werden die gemeinnützigen, ökonomischen, politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Aktivitäten untersucht und die jeweiligen Hindernisse dargestellt. Abschließend werden Handlungsempfehlungen für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) formuliert.

Die Studie beschränkt sich auf die reguläre Migration aus Marokko, da über die irreguläre Migration nur schwer Aussagen möglich sind.

–  –  –

2. Die marokkanische Diaspora weltweit

2.1. Hauptaufenthaltsorte Zurzeit lebt etwa jeder zehnte Marokkaner (d.h. über drei Millionen Menschen marokkanischer Nationalität) außerhalb Marokkos. Ungefähr 85 Prozent der marokkanischen Migranten haben sich in Europa niedergelassen. Die Marokkaner stellen damit nach der türkischen Gemeinschaft die zweitgrößte Migrantengruppe in der Europäischen Union dar [FEMIP 2006: 58].

Frankreich ist, als ehemalige Protektoratsmacht über einen Großteil des marokkanischen Territoriums, traditionell das wichtigste Zielland gewesen. Durch Gastarbeiterabkommen und Familiennachzug finden sich größere Gemeinschaften außerdem in den Niederlanden, Belgien und Deutschland [vgl. Tabelle 1]. Spanien und Italien haben marokkanische Migranten erst später angezogen und sind heute wichtige Zielländer insbesondere der irregulären Migration. Die marokkanische Gemeinschaft in Spanien wächst so schnell, dass das Land in naher Zukunft sehr wahrscheinlich Frankreich als wichtigstes Aufnahmeland überholen wird: Anfang 2006 hielten sich offiziell 600.000 Marokkaner in Spanien auf. Sie stellen dort mittlerweile die größte Migrantengruppe dar [Amourag 2007: 37].

Tabelle 1: Die wichtigsten Aufnahmeländer der marokkanischen Diaspora in Europa 6

–  –  –

Quelle: European University Institute [http://www.carim.org/index.php?areaid=4&contentid=59&table=1].

Eine Auswanderung Qualifizierter findet darüber hinaus in die USA (2004: 100.000) und nach Kanada (77.713) statt. Außerdem sind arabische Länder Ziel, darunter die Nachbarländer Algerien (2004: 79.790) und Tunesien (25.637), sowie Libyen (120.000) und Saudi-Arabien (27.830). Deutschland stand 2004 als Aufnahmeland regulärer marokkanischer Migranten insgesamt auf dem 6. Platz.

2.2. Die Politik des marokkanischen Staates gegenüber seiner Diaspora

Der marokkanische Staat schätzt Migration grundsätzlich positiv ein. Sie hilft, den Druck auf dem Arbeitsmarkt zu verringern, die Rücküberweisungen stellen die wichtigste Deviseneinnahmequelle dar, senken so das Handelsbilanzdefizit und mindern die Armut. Um Die Zahlen entsprechen den bei den marokkanischen Konsulaten registrierten Marokkanern. Sie stimmen wegen unterschiedlicher Zählweise nicht mit deutschen Statistiken überein. Die Zahlen der marokkanischen Konsulate werden hier bevorzugt verwendet, da sie auch die Menschen mit marokkanischem Migrationshintergrund mitzählen, die die Nationalität des Aufnahmelandes angenommen haben.

2. Die marokkanische Diaspora weltweit den Geldtransfer über legale Wege zu fördern, wurden schon früh in den Konsulaten Schalter der marokkanischen „Banque Centrale Populaire“ eingerichtet. Von 1973 bis 1987 zahlte die marokkanische Regierung außerdem eine spezielle Transferprämie von fünf Prozent auf Devisen, die Migranten nach Marokko sendeten [Berriane 2001: 39].

Daneben versucht die marokkanische Politik bis heute auf verschiedene Art und Weise, die marokkanischen Migranten an Marokko zu binden. So wurde 1990 ein Ministerium für die Auslandsmarokkaner eingerichtet, das mittlerweile beim Außenministerium angesiedelt ist.

Es soll die Wertschätzung der „Marocains Résidant à l’Etranger“ (MRE) 7 (im Ausland lebende Marokkaner) von staatlicher Seite aus bekunden und sich für ihre Interessen auf politischer Ebene einsetzen. Die „Fondation Hassan II pour les Marocains Résidant à l’Etranger“ (Stiftung Hassan II. für im Ausland lebende Marokkaner) hat, ebenso seit 1990, stärker auf der operativen Ebene die Aufgabe, die Verbindung der Auslandsmarokkaner zu Marokko zu stärken und ihnen bei ihren Problemen zur Seite zu stehen. 8 Zu ihren Aktivitäten zählen die finanzielle Unterstützung von Migrantenvereinen bei Projekten in Marokko oder in den Aufnahmeländern, welche die MRE zusammenbringen und die Entsendung von Arabischlehrern in die Aufnahmeländer und von Sozialattachés an die dortigen Konsulate.



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